Evangelische
Kirchengemeinde
Hösel

Am Wochenende 14. / 15.11.2010 hat die Synode des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann getagt.

Einen ausführlichen Bericht über die Ergebnisse finden Sie hier:

Kreissynode protestiert mit einer Unterschriftenliste gegen Sozialkürzungen des Bundes

Die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtspflege (Diakonie, DRK, AWO, Der Paritätische, Caritas) im Kreis Mettmann protestiert mit einer Unterschriftenliste gegen die massiven Mittelkürzungen der Bundesregierung im Bereich der Grundsicherung. Friedrich Schutte, Geschäftsführer der Diakonie gGmbH des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann, forderte auf der Kreissynode die Synodalen auf, sich dem Protest anzuschließen. „Allein bei der Diakonie Ratingen konnten über 30% der Teilnehmer von AGH`s (ArbeitsGelegenHeiten) wieder in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden. Die Streichung der Bundesmittel bewirkt, dass wir ab 31.1.2011 diese Maßnahmen nicht mehr weiterführen können. Diese Menschen bleiben in Zukunft sich selbst überlassen“, so Schutte.
Die große Mehrheit der 90 Kreissynodalen schloss sich der Unterschriftenliste an. Die Unterschriftenlisten werden bis zum 16. November auch in den Gemeinden des Kirchenkreises ausliegen.
Die Unterschriftenliste soll noch vor der zweiten und dritten Lesung des Haushalts im Bundestag am 22. November übergeben werden. „Wir hoffen auf eine Korrektur“, so Schutte.
Im Juni hatte die Bundesregierung ein umfangreiches Sparpaket beschlossen. Beabsichtigt ist demnach eine schrittweise Absenkung der Ausgaben für die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II zwischen 2011 und 2013 um drei Milliarden Euro. Bereits im kommenden Jahr sollen Kürzungen um 1,5 Milliarden Euro erfolgen. Für den Kreis Mettmann bedeutet dies, dass statt 11,4 noch 8,6 Millionen Euro für Langzeitarbeitslose zur Verfügung stehen, d.h. 2,8 Millionen Euro weniger.

Stärkung der Ökumene im Kreis Mettmann

Frank Weber„Die ökumenische Gemeinschaft wächst durch die Tat“, so Superintendent Frank Weber, der die 1. Ökumenische Nacht der Kirchen als wichtigen Impuls ökumenischer Verständigung würdigte. Der Kontakt zu den evangelisch-freikirchlichen und katholischen Gemeinden habe sich durch die gemeinsame Kirchennacht verstärkt.

Die Initiative der Kirchennacht ging vom Öffentlichkeitsausschuss des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann aus. 23 evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden hatten in Ratingen, Mettmann, Erkrath, Haan und Hilden am 1. Oktober für die Kirchennacht ein anspruchsvolles Programm für Neugierige, Kirchenbesucher und Nachbarn auf die Beine gestellt. Über 9000 Menschen kamen in die 47 Kirchen und Kapellen.

Kreisdechant Markus Bosbach dankte auf der Kreissynode „ für die hervorragende Zusammenarbeit, nicht zuletzt im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen. Öffentlichkeitspfarrerin Diemut Meyer hat hier die Hauptlast der Vorbereitung getragen, wofür wir als Katholiken sehr dankbar sind. Ich hoffe auf weiterhin gute und fruchtbare ökumenische Kontakte“, so der Kreisdechant in einem Brief an die Synodalen.

Wetterfest machen auf Zukunft hin – die Gemeinschaft der Gemeinden verabreden gemeinsam zu handeln

„Mit weniger Finanzmitteln werden die Spielräume für den Kirchenkreis und seine 11 Gemeinden spürbar enger. In Konzeptionsprozessen werden wir bis 2015 gemeinsam überlegen, wie sich die evangelische Kirche in den fünf Städten Ratingen, Mettmann, Erkrath, Hilden und Haan zukünftig aufstellt“, so Superintendent Frank Weber. In den nächsten Jahren werden wir richtungsweisende Entscheidungen über das das gemeinsame „Wie“ der Kernaufgaben treffen. „Das geschieht in unserer evangelischen Kirche demokratisch, die Prozesse werden in großer Offenheit geführt, damit möglichst alle mitgehen können und es wenig Gewinner und Verlierer gibt“.
In den Konzeptionsprozessen geht es darum, wie viel Personal und Gebäude sich die evangelische Kirche noch zukünftig leisten kann. Es wird mehr Kooperationsräume geben und die Gemeinden werden auch auf regionaler Ebene inhaltlich und personalmäßig stärker zusammenarbeiten müssen.
Kirchenrechtsdirektorin Antje Hieronimus vom Düsseldorfer Landeskirchenamt legte der Kreissynode in einem Vortrag rheinlandweite best-practice-Modelle über Strukturprozesse vor und ermutigte die Synodalen den besten Weg für alle im Kirchenkreis zu suchen und umzusetzen.
Der 2006 begonnene Sparprozess auf der Ebene des Kirchenkreises und der kreiskirchlichen Referate (Öffentlichkeitsarbeit, Notfallseelsorge, Kindergartenreferat, Jugendreferat, Bildungswerk) wurde mit dieser Synode abgeschlossen. Grundlegende Veränderungen wurden auch im Finanzbereich umgesetzt: Umgestaltung der Kirchensteuerverteilung im Kirchenkreis, dauerhafter Finanzausgleich zwischen den Gemeinden und die Neugestaltung der Rücklagenmittel für nachhaltige Sanierungen und innovative Strategieplanungen der Gemeinden.

Hintergrund der Kirchenkreiskonzeption, Zahlen und Fakten:

Die Kirchenkreiskonzeption bezieht alle Aufgabenfelder der Kirche neben dem Pfarrdienst mit ein. Dazu gehören die Bildungsarbeit, Kirchenmusik, Jugendarbeit, Diakonie, Seniorenarbeit, Kindertagesstätten, die Verwaltung und Gebäude und Immobilien. Im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann arbeiten 800 Mitarbeiter auf 450 Vollzeitstellen, davon sind 39 Pfarrstellen. Im kirchlichen Gebäudebestand des Kirchenkreises befinden sich rund 150 Gebäude u.a. 18 historische Kirchen, 28 Gemeindehäuser und 27 Kitas, dazu kommen Pfarrhäuser, Diakoniegebäude, Wohnungen und Wohnhäuser. Der Kirchenkreis hat mit seinen 11 Gemeinden rund 80.000 Mitglieder.

Jahr der Taufe und Kurse zum Glauben in 2011

Ein besonderer Akzent liegt im kommenden Jahr auf den Projekten „Jahr der Taufe“ und „Kurse zum Glauben“. „Hiermit liegen zwei Schwerpunkte vor, die im Rahmen der Lutherdekade bis 2017 und im Rahmen des EKD – Reformprozess angesiedelt sind und die in unseren Gemeinden aufgenommen werden sollen. Die entsprechenden Materialien sind in Vorbereitung“, so Superintendent Frank Weber.

Ab 2011 nur noch 10 statt 11 Gemeinden im Kirchenkreis

Die Anstaltskirchengemeinde bei der Graf-Recke-Stiftung, die in Düsseldorf-Wittlaer liegt, gehört zu den 11 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann.
Zum 1.7. 2011 wird die Anstaltskirchengemeinde aufgelöst und wird Teil der Kirchengemeinde Kaiserswerth, die zum Kirchenkreis Düsseldorf gehört. Die geographische Zuordnung der Wohngebiete um die Stiftungskirche in Wittlaer war der Anlass zu intensiven Kooperationsgesprächen zwischen beiden Kirchengemeinden, den beiden Kirchenkreisen und der Landeskirche. Die Pfarrstelle der Anstaltskirchengemeinde geht über zum Kirchenkreis Düsseldorf. Das bisherige Presbyterium erhält die Aufgabe eines Beirates, ergänzt um Vertreter aus Kaiserswerth und der Graf-Recke-Stiftung.
Der Kirchenkreis Mettmann verliert damit seine kleinste Gemeinde mit rund 400 Gemeindemitgliedern und hat ab 1.7.2011 noch 10 Kirchengemeinden.

25 Jahre Kongo-Partnerschaft

Seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann und den Kirchenkreisen Djanga und Longa in der Demokratischen Republik Kongo. Die Arbeit wird seit 1985 durch die Gemeinden des Kirchenkreises getragen und finanziert (Spenden und Kollekten). 2011 soll die Partnerschaft mit einem neuen Partnerschaftsvertrag um fünf Jahre verlängert werden. „Die Partnerschaft ist in unseren Kirchenkreis eingeführt und verankert. Der Partnerschaftsvertrag soll verlängert werden, die Aufgaben und Verpflichtungen in der Partnerschaft müssen überprüft und konzentriert werden“, plädierte Superintendent Frank Weber. Um den finanziellen Verpflichtungen weiter nachkommen zu können hat die Synode für 2011 eine Abschlagszahlung von 20.000 Euro aus Rücklagemitteln des Kirchenkreises beschlossen. Mit dem Geld werden Einzelprojekte wie der Bau von Schulen, das Herstellen von Seife aber auch medizinische Hilfe finanziert.

Qualitätsmanagement macht Kindertagesstätten zukunftsfähig

2009 hatte die Synode eine Grundsicherung von Kindertageseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft in den 11 Gemeinden des Kirchenkreises beschlossen. Dazu gehört auch die Einführung eines Qualitätsmanagements, mit dem jetzt in den Kindertageseinrichtungen begonnen wird. Ziel ist es, das Evangelische Gütesiegel und eine Zertifizierung nach DIN ISO erlangen.

Hintergrundinformation: Im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann haben die 11 Kirchengemeinden 27 Kindertageseinrichtungen. Es werden 2000 Kinder von 250 pädagogischen Mitarbeiterinnen betreut. Sechs Kitas sind bereits zertifizierte Familienzentren.

Finanzen und Haushaltsplanung 2011

Superintendent Weber hat die Synodalen trotz höher erwarteter Kirchensteuern weiterhin auf den Sparkurs eingestimmt.
Der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann rechnet für das Haushaltsjahr 2011 mit einem Kirchensteueraufkommen von 17,46 Mio Euro. Die Steigerung beträgt 4,62% und basiert auf den Prognosen für die Kirchensteuerschätzungen der Evangelischen Kirche im Rheinland für 2011.

Von den 17,46 Mio Euro werden Umlagen erhoben unter anderem für die Evangelische Kirche im Rheinland (EkiR), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), dem landeskirchlichen Finanzausgleich zwischen finanziell starken und schwachen Kirchenkreisen und erstmals für den Kirchlichen Entwicklungsdienst. Hinzu kommt seit 2007 eine Versorgungssicherungsrücklage für Pfarrer/innen und Kirchenbeamte und seit 2010 ein Sanierungsgeld für die kirchliche Zusatzversicherung der Angestellten.

Nach Abzug aller Umlagen für die landeskirchlichen und kreiskirchlichen Aufgaben verbleiben für die Haushalte der elf Kirchengemeinden und des Kirchenkreises rund ca. 10,23 Mio Euro (2010 waren es 9,4 Mio Euro)

Kreissynode Nov. 2010

Losungen

Tageslosung von Mittwoch, 19. September 2018
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